Interdisziplinäres
Forschungskolloquium
Protestbewegungen

 

MAOS ROTE GARDEN?

1968 ZWISCHEN KULTURREVOLUTIONÄREM ANSPRUCH UND SUBVERSIVER PRAXIS: KULTUR- UND MEDIENGESCHICHTLICHE ASPEKTE DER STUDENTENBEWEGUNG

2. Tagung des "Interdisziplinären Forschungskolloquiums Protestbewegungen"

Termin
:
4. und 5. Februar 2005 Ort: Universität Zürich, Deutsches Seminar
 


Veranstalter: Interdisziplinäres Forschungskolloquium Protestbewegungen in
                     Zusammenarbeit mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich

Organisatoren:
Martin Klimke (Historisches Seminar, Universität Heidelberg)
                       Joachim Scharloth (Deutsches Seminar, Universität Zürich)


Förderer: Zürcher Universitätsverein, Initiative Lerndialog

Mit freundlicher Unterstützung des Zürcher Universitätsverein, der Schweizerischen Akademie
der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) und der Initiative Lerndialog


Programm

Freitag, 4. Februar 2005

14.00  Begrüssung: Prof. Angelika Linke (Deutsches Seminar, Universität Zürich)

14.10  Begrüssung für das IFK-Protestbewegungen: Martin Klimke (Heidelberg),
         Joachim Scharloth (Zürich)

Sektion 1: Der Protest und seine Inszenierungen
Chair: Angelika Linke (Deutsches Seminar, Universität Zürich)

14.15  Kathrin Fahlenbrach (Halle):
Protestinszenierungen: Die Studentenbewegung
        
von 1968 im Spannungsfeld von Kultur-Revolution und Medien-Evolution

15.05  Dorothea Kraus (Bielefeld):
Straßentheater als politischer Protest

15.45  Joachim Scharloth (Zürich):
1968 als cultural performance

16.25 Kaffeepause
 

Sektion 2: Neue kulturelle Ausdrucksformen
Chair: Arnold Jacobshagen (Forschungsinst. f. Musiktheater, Universität Bayreuth)

16.50  Thomas Christen (Zürich):
Offene Enden, erzählerische Lücken,
        
Selbstthematisierung, Zufallsprinzip – die Entwicklung der Filmsprache in den
        
Sechzigerjahren vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer
        
Ereignisse

17.30  Beate Kutschke (Berlin):
Stildiversifikation und Diffusionsschwäche: Gibt es
        
eine Sprache der musikalischen Avantgarde für "1968"?
 

1968 in Zürich: Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit dem
Schweizerischen Sozialarchiv Zürich und dem Zürcher Literaturhaus
Moderation: Jakob Tanner (Historisches Seminar, Universität Zürich)

20.00 Dorothee Liehr (Zürich): Globuskrawalle und Zürcher Manifest als
         Medienereignisse

Zeitzeugen: Urban Gwerder, Isolde Schaad und Alexander J. Seiler

Samstag, 5. Februar

Sektion 3: Formen der Abgrenzung und der Grenzüberschreitung
Chair: Michael Frey (Historisches Seminar, Universität Bochum)

9.00 Kristina Schulz (Genf):
Frauen in Bewegung: Mit der Neuen Linken über die
      
neuen Linken hinaus

9.40 Pascal Eitler (Bielefeld):
Die "sexuelle Revolution" - Politik, Körper und
      
Körperpolitik um "1968"

10.20  Kaffeepause
 

Sektion 4: Genese und transnationale Diffusion
Chair: Wilfried Mausbach (Historisches Seminar, Universität Heidelberg)

10.50  Mia Lee (Michigan):
From informel to pop: Investigating the avantgarde in
        
West Germany from 1955-1970

11.30  Martin Klimke (Heidelberg):
Sit-in, teach-in, go-in: Die transnationale
        
Zirkulation kultureller Praktiken

12.10  Henning Marmulla (Bielefeld):
Nationale Zeitschrift, internationale
        
Kommunikation, transnationale Öffentlichkeit: Vom Scheitern einer
        
„communauté internationale“ zum Kursbuch

12.50 Mittagspause


Sektion 5: Protest und Öffentlichkeit
Chair: Nina Verheyen (WZB Berlin)

14.30  Anita Ulrich (Zürich): Das Schweizerische Sozialarchiv

15.00 Dominik Lachenmeier (Zürich):
Die  Arena – eine Gruppierung der Basler ‚68er
        
-Bewegung’ zwischen ‚etablierter’ und ‚alternativer’ Öffentlichkeit

15.40  Meike Vogel (Bielefeld):
Unruhe im Fernsehen - Benennungskämpfe um die
        
mediale Darstellung der Protestbewegung

16.20  Kaffeepause und
Postersession von studentischen Forschungsprojekten


Sektion 6: Mediale Inszenierung von Protest
Chair: Bernhard Schär (Historisches Seminar, Universität Bern)

17.20  Martin Steinseifer (Giessen):
Zwischen Bombenterror und Baader-Story –
        
Terrorismus als Medienereignis im Frühjahr 1972

18.00  Carolin Welzel (Berlin):
Protestformen in Echtzeit: Von Flash Mobs und
        
Moblogs

18.40 Ende der Tagung

 

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